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May 18, 2021

Zwischenbericht über das erste Quartal 2021

Entwicklung des bereinigten EBITDA im ersten Quartal 2021 im Rahmen der Prognose

 Berlin, 18. Mai 2021

Robuster Jahresstart an den deutschen Immobilienmärkten

Das erste Quartal 2021 war in Deutschland weiterhin von den bestehenden Schließungsmaßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie geprägt. Die langsam anlaufende Impfkampagne hat sukzessive zu einer Verbesserung der Stimmung in der Wirtschaft sowie bei den Auftragseingängen geführt, sie hatte jedoch noch keine positiven Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im ersten Quartal 2021 gegenüber dem vierten Quartal 2020 nach Angabe des Statistischen Bundesamtes (DESTATIS) – preis-, saison- und kalenderbereinigt – um 1,7 % gesunken.

Das Transaktionsvolumen für gewerblich genutzte Immobilien lag nach Angaben von BNP PARIBAS REAL ESTATE (BNP) im ersten Quartal 2021 mit rund EUR 10,2 Mrd. auf dem Niveau des zehnjährigen Durchschnitts. Die Umsätze in den sieben Immobilienhochburgen (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, München, Köln und Stuttgart) waren dabei mit EUR 4,4 Mrd. deutlich niedriger als im Vorjahresquartal. Dabei ist jedoch zu beachten, dass im Vorjahrszeitraum noch größere Immobilienportfolien veräußert worden sind. Investitionsschwerpunkt waren mit einem Anteil von rund 34 % weiterhin Büroimmobilien. Durch die im ersten Quartal 2021 bestehenden Kontakt- und Reisebeschränkungen hat sich der Anteil von ausländischen Investoren auf 31 % vermindert.

Die Vermietungsmärkte sind im ersten Quartal 2021 robust in das Jahr gestartet. Im Segment Büroimmobilien führten nach Angaben von Jones Lang Lasalle (JLL) eine stabile Nachfrage nach Flächen in den vorgenannten sieben Immobilienhochburgen zu einem Vermietungsumsatz von rund 715.000 m² und damit auf dem Niveau des Vorjahreszeitraumes. Der Markt für Lager- und Logistikflächen ist nach einer Erhebung von BNP sehr positiv in das Jahr 2021 gestartet. Der Vorjahreswert wurde mit einem Umsatz von rund 1,8 Mio. m² um 19 % übertroffen und dadurch gleichzeitig ein neuer Rekordwert für ein erstes Quartal erzielt.

Vermietungsquote stichtagsbezogen rückläufig

Im ersten Quartal 2021 wurde die Gewerbeimmobilie in Gießen-Linden veräußert. Durch den Verkauf reduzierten sich die eigenen Bestandsobjekte zum 31. März 2021 auf 25 Objekte. Die Vermietungsquote des von dem Konzern Deutsche Real Estate AG gehaltenen Immobilienbestandes beläuft sich stichtagsbezogen Ende März 2021 auf 72,0 %.

Quartalsergebnis gegenüber dem Vergleichszeitraum 2020 leicht verbessert

Die Erträge aus Investment Properties belaufen sich im ersten Quartal 2021 auf EUR 5,4 Mio. nach EUR 6,2 Mio. in der Vorjahresvergleichsperiode. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich von EUR 0,8 Mio. auf EUR 1,2 Mio. verbessert. Die Bewirtschaftungskosten betragen EUR 1,6 Mio. und die Verwaltungskosten EUR 1,2 Mio. und liegen damit auf dem Niveau des Vorjahreszeitraumes. Gleichzeitig haben sich die sonstigen Aufwendungen aufgrund eines niedrigeren Wertberichtigungsbedarfs um EUR 0,1 Mio. auf EUR 0,2 Mio. im ersten Quartal 2020 vermindert. Das Finanzergebnis ist im ersten Quartal aufgrund der geringen Fremdverschuldung, wie bereits im Vorjahreszeitraum, ausgeglichen.

Insgesamt ergibt sich ein bereinigtes EBITDA, das heißt ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen, bereinigt um das Ergebnis aus Fair Value-Anpassungen auf Investment Properties sowie um Einmal-, Sonder- und periodenfremde Effekte für die ersten drei Monate 2021 von EUR 3,6 Mio.

Nach Steuern hat sich das Konzern-Periodenergebnis im ersten Quartal 2021 mit EUR 3,1 Mio. gegenüber einem Ergebnis von EUR 2,9 Mio. im entsprechenden Vorjahreszeitraum leicht verbessert. Das unverwässerte / verwässerte Ergebnis pro Aktie beträgt im ersten Quartal 2021 EUR 0,15.

Bilanzsumme leicht erhöht

Die Bilanzsumme des Konzerns Deutsche Real Estate AG hat sich zum 31. März 2021 mit EUR 534,9 Mio. gegenüber dem Stand Ende 2020 in Höhe von EUR 527,5 Mio. leicht erhöht. Dabei entfallen EUR 459,2 Mio. auf das langfristige Vermögen und EUR 75,7 Mio. auf das kurzfristige Vermögen. Die liquiden Mittel belaufen sich Ende März 2021 auf EUR 42,2 Mio. nach EUR 40,6 Mio. zum 31. Dezember 2020.

Das Eigenkapital beträgt zum 31. März 2021 EUR 438,8 Mio. und die Eigenkapitalquote beträgt 82,0 %. Der Net Asset Value pro Aktie beläuft sich Ende März 2021 auf EUR 23,77. Das langfristige Fremdkapital ist mit EUR 90,9 Mio. unverändert geblieben. Gleichzeitig erhöhte sich das kurzfristige Fremdkapital von EUR 4,0 Mio. Ende 2020 auf EUR 5,2 Mio. zum 31. März 2021.

Ausblick

Die im weiteren Verlauf des Jahres 2021 zunehmende Durchimpfung der Bevölkerung in Deutschland sowie in den wichtigsten Exportländern und den damit einhergehenden Lockerungsmaßnahmen sollten zu einer deutlichen wirtschaftlichen Belebung führen. In der aktualisierten Prognose der Bundesregierung wird von einem Wirtschaftswachstum von 3,5 % für das Jahr 2021 ausgegangen. Das Niveau vor der COVID-19-Pandemie soll nach derzeitigem Stand im Jahr 2022 wieder erreicht werden. Aufgrund der weiterhin expansiven Geldpolitik der Zentralbanken verbunden mit immer noch fehlenden Anlagealternativen ist zu erwarten, dass sich die Investmentmärkte für Immobilien zumindest stabil entwickeln werden. Allerdings sind die Folgen der zurzeit deutlich ansteigenden Inflationsraten auf die zukünftige Geldpolitik und damit auf die Zinsentwicklung nicht abschätzbar. Auf den Mieterbestand haben die im ersten Quartal fortwährenden Lockdown-Maßnahmen aufgrund des bestehenden Mietermixes keine wesentlichen Auswirkungen. Mit betroffenen Mietern führten und führen wir Gespräche, um eine individuelle und konstruktive Lösung zu finden.

Für das Geschäftsjahr 2021 hält der Vorstand zurzeit weiterhin an seiner Prognose fest, Erträge aus Investment Properties in einer Bandbreite von EUR 21,5 Mio. bis EUR 22,5 Mio. sowie ein bereinigtes EBITDA in einer Bandbreite von EUR 14,0 Mio. bis EUR 15,0 Mio. zu erzielen.

Der An- und Verkauf von Immobilien ist bei attraktiven Angeboten nicht ausgeschlossen.

Für das aufgrund von lärmschutzrechtlichen Differenzen vorläufig gestoppte Entwicklungsprojekt zur Errichtung von Eigentumswohnungen in Frankfurt am Main, Westerbachstraße, wurde Klage beim zuständigen Verwaltungsgericht eingereicht und das ursprüngliche Lärmschutzkonzept zwischenzeitlich überarbeitet und erweitert. Parallel wurde der Generalunternehmervertrag beendet und die Bauleistungen neu ausgeschrieben. Derzeit befinden wir uns, neben dem Klageverfahren, in einem Abstimmungsprozess mit dem zuständigen Bauamt zur Lösung der Thematik. Unter der Voraussetzung, dass mit dem Bauamt eine Einigung über ein zumutbares Lärmschutzkonzept in den nächsten Wochen erzielt werden kann, gehen wir davon aus, dass die Arbeiten Ende des dritten Quartals 2021 wieder aufgenommen werden können und das Bauvorhaben erfolgreich realisiert werden kann.

Im weiteren Jahresverlauf 2021 gehen wir aufgrund schon abgeschlossener Mietverträge sowie aufgrund der erwarteten wirtschaftlichen Belebung in der zweiten Jahreshälfte 2021 und den damit einhergehenden höheren Vermietungsaktivitäten wieder von einer Verbesserung der Vermietungsquote aus.